Die Keramikskulptur „Körperstudie III“ ist aus weißem Ton aufgebaut und glasiert. Die Arbeit zeigt eine sitzende, männliche Figur mit leicht zurückgelehntem Oberkörper und nach oben gerichtetem Blick. Die Form konzentriert sich auf die grundlegende Anatomie und verzichtet bewusst auf detaillierte Ausarbeitung zugunsten einer reduzierten, studienhaften Darstellung.
Der Körper ist weich modelliert, mit klar erkennbaren Volumen für Brust, Bauch und Schultern. Die Arme liegen ruhig im Schoß, wodurch eine geschlossene, kompakte Komposition entsteht. Die Haltung erzeugt eine leichte Spannung zwischen Stabilität und innerer Bewegung, unterstützt durch die Blickrichtung und die minimal angedeutete Mimik.
Die Glasur ist gezielt eingesetzt und hebt einzelne Partien hervor, insbesondere im unteren Bereich der Figur. Es entsteht ein Kontrast zwischen matt belassenen Tonflächen und glänzenden, dunkleren Glasurzonen. Diese Differenz betont die Form und verstärkt die plastische Wirkung.
„Körperstudie III“ steht formal zwischen figurativer Darstellung und künstlerischer Reduktion. Der Fokus liegt auf Volumen, Haltung und Materialität. Die Arbeit eignet sich als eigenständiges Kunstobjekt sowie als Teil einer Serie keramischer Körperstudien.