Diese keramische Kopfskulptur aus weißem Ton zeigt ein expressives Porträt mit subtilen, kleinen Hörnern als charakteristischem Detail. Die Hörner sind bewusst reduziert und integrieren sich organisch in die Kopfform, wodurch eine ambivalente Wirkung zwischen Menschlichem und Symbolischem entsteht.
Die Gesichtszüge sind klar modelliert, jedoch nicht vollständig naturalistisch ausgearbeitet. Leichte Asymmetrien in Stirn, Wangen und Mundpartie erzeugen Spannung und Individualität. Der Blick ist ruhig, leicht nach oben gerichtet, während der Ausdruck zwischen Gelassenheit und feiner Ironie bleibt.
Die Oberfläche ist mit Engoben behandelt und weist eine matte, erdig nuancierte Farbigkeit auf. Dunklere Einzüge entlang von Vertiefungen und Modellierspuren betonen die plastische Struktur und verstärken die Ausdruckskraft. Sichtbare Bearbeitungsspuren unterstreichen den handwerklich-künstlerischen Charakter.
Formal bewegt sich die Arbeit zwischen Porträt und freier Interpretation. Die kleinen Hörner fungieren als bewusst gesetzter Bruch innerhalb der ansonsten menschlichen Erscheinung und erweitern die Deutungsebene der Skulptur.
Die Skulptur eignet sich als eigenständiges Objekt oder als Teil einer Serie figurativer Arbeiten mit experimentellem Ansatz. Sie setzt einen prägnanten, leicht irritierenden Akzent im Raum.