Diese skulpturale Arbeit kombiniert keramische und natürliche Materialien zu einer klar lesbaren, vertikalen Komposition. Der Kopf ist aus weißem Ton geformt und mit Engoben differenziert behandelt. Der obere Bereich geht in eine strukturierte, dunkel gehaltene Form aus schwarzem Ton über, die als Übergang zu den organisch verzweigten Holzelementen dient. Verwendet wurde teilweise Schwemmholz, dessen gewachsene Formen und Oberflächen bewusst integriert sind.
Formal entsteht ein Spannungsfeld zwischen menschlicher Darstellung und vegetativer Ausdehnung. Das Gesicht ist reduziert modelliert, mit ruhiger, neutraler Mimik. Darüber entwickelt sich eine aufstrebende Struktur aus Ästen und Treibholz, die an Baumkrone oder Verzweigungssysteme erinnert. Die vertikale Ausrichtung verstärkt den Eindruck von Wachstum und Transformation.
Materialtechnisch arbeitet die Skulptur mit Kontrasten: glatte, engobierte Keramikflächen stehen neben rauen, natürlichen Holzstrukturen. Die Engobe erzeugt matte, fein abgestufte Oberflächen, während das Schwemmholz durch Witterung geprägte Texturen einbringt. Dadurch entsteht eine vielschichtige Lichtwirkung mit klar differenzierten Materialzonen.
Die Arbeit eignet sich als zentrales Einzelobjekt in Innenräumen oder Ausstellungen. Sie verbindet keramische Bildhauerei mit Naturelementen und setzt einen prägnanten, konzeptuellen Akzent.