Die Skulptur „Die Zeugin“ aus weißem Ton mit Engobe zeigt eine reduzierte, konzentrierte Formensprache. Die matte, mineralische Oberfläche entsteht durch den Auftrag einer Engobe vor dem Brand und bleibt bewusst ohne Glasur. Dadurch wirkt die Oberfläche ruhig, diffusionsoffen und haptisch präzise – ohne Spiegelung, mit klar lesbarer Struktur.
Die Figur bewegt sich zwischen Andeutung und Abstraktion. Körperformen sind reduziert, Übergänge weich modelliert. Die Engobe betont Kanten, Vertiefungen und Volumen, ohne diese zu überzeichnen. Das Ergebnis ist eine zurückhaltende, kontemplative Präsenz. „Die Zeugin“ steht für Beobachtung und Erinnerung, ohne narrative Festlegung.
Materialtechnisch basiert die Arbeit auf weißem Ton mit engobierter Oberfläche. Die Engobe verbindet sich im Brand dauerhaft mit dem Scherben und erzeugt eine homogene, matte Haut. Im Unterschied zur Glasur bleibt die Oberfläche nicht versiegelt, sondern optisch offen und fein nuanciert.
Geeignet für Innenräume mit Fokus auf reduzierter, zeitgenössischer Keramik. Die Skulptur funktioniert als Einzelobjekt oder im Kontext einer Serie.