Diese keramische Skulptur aus weißem Ton verbindet glasierte und engobierte Oberflächen zu einer differenzierten Materialwirkung. Die stehende Figur ist reduziert modelliert und zeigt eine aufrechte, leicht gedrehte Haltung. Der erhobene Arm führt zu einem abstrahierten, halbmondartigen Element, das als formaler Akzent über dem Kopf positioniert ist.
Die Formensprache ist bewusst vereinfacht. Gesicht und Körper sind nur angedeutet, wodurch die Figur zwischen Figuration und Abstraktion bleibt. Die Körperfläche ist weitgehend geschlossen und ruhig aufgebaut, während einzelne Partien – insbesondere Kopf und Detailzonen – differenzierter ausgearbeitet sind.
Materialtechnisch entsteht der Reiz aus dem Zusammenspiel von Glasur und Engoben: Glänzende, leicht verlaufende Glasurbereiche stehen neben matten, ruhigeren Engobeflächen. Die Farbigkeit bewegt sich in erdigen, zurückhaltenden Tönen mit punktuellen Kontrasten, wodurch Volumen und Lichtführung klar hervortreten.
Die Skulptur eignet sich als eigenständiges Objekt in modernen Innenräumen oder als Teil einer Serie figurativer Keramikarbeiten. Sie setzt einen präzisen, formal reduzierten Akzent mit klarer Materialwirkung.