Diese keramische Fischskulptur aus schwarzem Ton kombiniert glasierte und engobierte Oberflächen zu einer deutlich differenzierten Materialwirkung. Der Körper ist reliefartig aufgebaut und zeigt eine dichte, schuppenähnliche Struktur, während Kopf und einzelne Partien glatter modelliert sind und sich visuell absetzen.
Die Form liegt flach und kompakt, wodurch eine ruhige, bodennahe Wirkung entsteht. Rückenflosse und segmentierte Körperzonen erzeugen eine gerichtete Bewegung entlang der Längsachse, die jedoch durch die gedrungene Gesamtform gebremst wird. Der Ausdruck bleibt reduziert und bewegt sich zwischen Naturalismus und abstrahierter Tierform.
Die Oberfläche arbeitet mit Kontrasten: dunkle, glänzende Glasurbereiche stehen neben matten, engobierten Zonen mit erdiger Anmutung. Diese Kombination verstärkt die Tiefenwirkung des schwarzen Tons und hebt die plastische Struktur deutlich hervor. Glasurverläufe, Einschlüsse und Bearbeitungsspuren bleiben sichtbar und sind Teil der gestalterischen Aussage.
Die Skulptur eignet sich als eigenständiges Objekt in modernen Innenräumen oder als Bestandteil einer Serie keramischer Tierdarstellungen. Sie setzt einen klaren, materialbetonten Akzent mit prägnanter Oberflächenstruktur.