Diese keramischen Gefäßobjekte aus weißem Ton greifen formal die Grundform von Mohnkapseln auf. Die bauchigen Körper mit leicht eingezogenem Stand und der tellerartig ausgeformten, scheibenförmigen Öffnung zitieren eindeutig botanische Strukturen. Die beiden Objekte sind als variierende Doppelform konzipiert und unterscheiden sich in Höhe und Proportion, wodurch ein spannungsvolles Paar entsteht.
Die Glasur ist fließend aufgebaut und erzeugt eine starke Tiefenwirkung. Dunkle, violettbraune Grundtöne werden von helleren, vertikal verlaufenden Glasurspuren überlagert. Im Fußbereich setzen grünliche Glasuren einen klaren Kontrast und verankern die Form visuell. Die oberen „Deckscheiben“ sind heller gehalten und betonen die Referenz zur Mohnkapsel.
Die Oberfläche kombiniert glatte, glänzende Bereiche mit sichtbaren Glasurverläufen und leichten Unregelmäßigkeiten. Diese unterstützen den organischen Charakter der Form und verstärken die Anmutung eines gewachsenen, pflanzlichen Vorbilds.
Formal bewegen sich die Arbeiten zwischen Gefäß und Skulptur. Die Öffnung bleibt funktional, ist jedoch primär als plastisches Element gestaltet. Als Paar oder einzeln eingesetzt, erzeugen die Objekte einen klaren, naturbezogenen Akzent im Raum.